FM4 – Reverse Engineering

Ferrari Motorblock

Unter reverse engineering versteht man den Vorgang, aus einem bestehenden, gefertigten Produkt durch Untersuchung der Strukturen, Zustände und Verhaltensweisen, die Konstruktion zu extrahieren. In Forza Motorsport 4 spricht man dabei vom “Downgrading” und das ist in der Regel nicht so aufwendig, wie das erstellen eines Setups. Das Ziel ist das Gleiche: in einer Klasse konkurrenzfähig sein.

Anders als bei dem sehr viel aufwendigeren Tuning und dem Entwurf eines Setups, erreicht man beim Downgrading mit wenigen Mitteln dieses Ziel. Das liegt hauptsächlich daran, dass man ein leistungsstarkes Auto so weit kastrieren muss, dass man anschliessend fast nichts mehr einstellen kann. Dadurch entfällt zumindest in den unteren Klassen die Arbeit, sich mit einem Setup auseinanderzusetzen. Der Clou ist, dass trotzdem noch so viel Leistung übrig bleibt, dass man den anderen Autos in der entsprechenden Klasse ebenbürtig oder gar überlegen ist. Dadurch das die Autos aus den höheren Klassen von Natur aus über ein besseres Fahrwerk und mehr Leistung verfügen,  kann man damit durchaus einen Angriff auf die Bestenlisten wagen. Optimal läuft es natürlich, wenn noch genügend Raum für ein Setup bleibt und man das Limit des Leistungsindex der jeweiligen Klasse ausreizt.

Was sich im ersten Moment einfach anhört, hat auch seine Schwierigkeiten. Es gilt das Auto so unvorteilhaft wie möglich zu gestalten. Man entwedet praktisch alles das, was im Normalfall erwünscht ist. Flügel werden entfernt und möglichst viele Serienteile, Reifen die Mord sind und schwere Felgen verbaut. Ein solches Auto wird einem fahrerisch alles abverlangen und ist nicht jedermanns Sache, genauso wie die Methode des Downgrading einigen missfällt.

Der Haken ist, nicht jedes Auto lässt sich downgraden. Bei über 500 Autos die Forza Motorsport 4 bietet, würde es Monate dauern, bis man alle Autos auf die Fähigkeit sie downzugraden getestet hat. Die Fahrzeuge bei denen das Downgrading funktioniert und wir den LI ermitteln konnten, haben wir in den folgenden Listen zusammengefasst.

Klasse E – F

1989 Toyota MR2SC (E272 - F199)
1992 Toyota Supra 2.0 GT Twin Turbo (D290 – F199)

Klasse D – E

2010 Abarth 500 esseesse (D312 - E241)
2008 Alfa Romeo MiTo (D292 - E232)
2002 Acura RSX Type-S (D342 - E271)
1968 Dodge Dart HEMI Super Stock (C387 - E268)
1987 Pontiac Firebird Trans Am GTA (D288 – E272)

Klasse C – D

2001 Acura Integra Type-R (C388 - D309)
1997 Honda Civic Type R (C390 - D311)
2007 Renault Clio RS 197 (C393 - D325)

Klasse B – C

1995 Audi RS2 Avant (B446 - C425)
2005 Dodge SRT4 ACR (B429 - C371)
2009 Ford Focus RS (B468 - C418)
2005 Lotus Elise 111S (B435 – C410)
2002 Mazda RX-7 Spirit R Type-A (B498 - C419)
2009 Mercedes Benz ML63AMG (B444 - C373)
2010 Renault Mégane Renault Sport 250 (B427 - C373)
2000 Saleen S281 (B447 - C373)
2005 Vauxhall Monaro VXR (B432 - C420)
2003 Volkswagen Golf R32 (B430 - C414)

Klasse A – B

2010 Audi S4 (A509 - B494)
1994 Ferrari F355 Berlinetta (A505 - B496)
2009 Holden HSV w427 (A504 - B496)
2009 Jaguar XKR-S (A524 - B444)
2010 Mercedes Benz SLK 55 AMG (A507 - B498)
1965 Shelby Cobra Daytona Coupe (A512 - B500)

Klasse S – A

2011 Ferrari FF (S638 - A594)
1985 Ford RS200 Evolution (S660 - A593)
2010 Saleen S5S Raptor (S623 - A564)

Klasse R3 – S

2009 Audi R8 LMS (R3 744 - S697)
2011 Chevrolet #04 Chevrolet Racing Monte Carlo SS Stock Car (R3 730 – S695)
2008 Dodge #2 Mopar Dodge Viper Competition Coupe (R3 730 - S696)
2008 Dodge #11 Primetime Racing Group Viper Competition Coupe (R3 730 - S696)
2011 Ford #05 Ford Racing Fusion Stock Car (R3 729 - S695)
2011 Holden #1 Toll Holden Racing Team Commodore VE (R3 709 - S677)
2011 Holden #11 Pepsi Max Crew Commodore VE (R3 709 – S677)
2011 Holden #33 Fujitsu Racing GRM Commodore VE (R3 709 – S677)
2011 Holden #8 Team BOC Commodore VE (R3 709 – S677)
2011 Holden #88 TeamVodafone Commodore VE (R3 709  – S677)
2006 Koenigsegg ccx (R3 712 - S641)
2011 Lamborghini Sesto Elemento (R3 741 - S690)
1997 McLaren F1 GT (R3 703 - S699)
2004 Saleen S7 (R3 715 - S673)
2003 Subaru #77 Cusco Subaru Advan Impreza (R3 737 - S695)

Klasse R2 – R3

2006 Aston Martin #007 DBR9 (R2 825 – R3 793)
2008 Aston Martin #009 DBR9 (R2 825 – R3 793)
2005 Maserati #15 JMB Racing MC12 (R2 824 - R3 786)
2008 Mercedes Benz Mercedes-AMG C-Class Touring Car (R2 834 – R3 796)

TEILE DIESEN ARTIKEL

  • Facebook
  • Twitter
Autor: A. Martin Alle Artikel von

8 Kommentare zu "FM4 – Reverse Engineering"

  1. elKazaam 21. November 2011 um 10:20 -

    Das erscheint mir fast ein bischen wenig, wenn man die vielzahl an Autos bedenkt.

    Ich habe das schon in FM3 so gehalten und in FM4 mache ich das natürlich auch so.
    Danke für die Liste, dass macht das ganze übersichtlicher.

    • A. Martin 21. November 2011 um 10:59 -

      Es gibt sicher noch ein paar Fahrzeuge mehr bei denen das Downgrading funktioniert. Wir haben aber nur die Fahrzeuge in die Listen aufgenommen, bei denen es Sinn macht und von uns auch getestet wurde.

  2. Mattze1988 21. November 2011 um 22:43 -

    Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, dann gehört der Nissan Skyline (R34) auch dazu. Der ist, soweit ich das jetzt noch in Erinnerung habe, Klasse A und ich hab den auf Klasse B “downgegraded”.

    • A. Martin 21. November 2011 um 23:05 -

      Wäre gut wenn du ein LI nennen könntest, dann nehmen wir den in die Liste mit auf. :)

  3. Mattze1988 22. November 2011 um 21:09 -

    Also serienmäßig hat der Skyline einen LI von 503. Durch die Umrüstung von Allrad- auf Heckantrieb hat er einen LI von 470.

  4. rellex 17. Dezember 2011 um 21:01 -

    Hallo.

    Ich wäre sehr dankbar wenn einer mir bitte erklären würde, wie ich den 2010 Saleen S5S Raptor von S623 auf A564 bekomme. Bei meinen Versuchen blieb ich immer über S620.

  5. rellex 18. Dezember 2011 um 16:17 -

    Hat jemand eine Idee?

    • Schrai 18. Dezember 2011 um 16:40 -

      Am besten die Frage nochmal im Forum stellen. Ich meine da gibt es einen “Downgrading” Thread.

Hinterlasse eine Antwort

Du musst angemeldet sein um antworten zu können.