Driftbibel – Grundlagen

TOP SECRET S15

Das Driften hat sich weltweit zum Trendsport entwickelt und wird von einer großen Masse an Enthusiasten auch von Anfang an in Forza Motorsport praktiziert. Es fing damals alles in Japan an und es dauerte nicht lange, bis auch Amerika, ganz Asien und Europa davon infiziert wurden. Das Driften ist eine Kunst die vollständige Fahrzeugkontrolle und Konzentration verlangt. Jeder ist in der Lage diese Fahrtechniken zu erlernen und mit etwas Übung eindrucksvolle Drifts hinzulegen. Aber was ist überhaupt Driften?

Man kann sagen, dass ein Drift aus drei essentiellen Teilen besteht. Es geht darum die Haftungsgrenze der Reifen zu überschreiten, das Auto quer in die Kurve zu bringen, sodass man sich schließlich in einer übersteuernden Situation befindet. Schauen wir uns das mal näher an:

Die Haftungsgrenze der Reifen überschreiten

Die Haftung der Reifen eines Autos, reisst ab einem gewissen Punkt ab. Das passiert z.B. durch eine überhöhte Kraftübertragung vom Motor auf die Antriebsräder, sodass diese durchdrehen oder durch gewollte bzw. ungewollte Lastwechsel die das Fahrzeuggewicht verlagern und natürlich den Fliehkräften bei zu hohen Kurven- Geschwindigkeiten und großen Lenkwinkeln, die das Auto in diese zum Driften gewünschte Ausgangslage bringen.

… das Auto quer in die Kurve gehen lassen

Im Prinzip lässt man das Auto in dieser Lage, quer in der Kurve gehen. Man folgt aber weiterhin der Linie, die man auch normal fahren würde, nur das sich das Auto jetzt in einem völlig seitlichen Winkel befindet und zum Kurveninneren (Scheitelpunkt) zugewandt ist.

… sodass man sich schließlich in einer übersteuernden Situation befindet und hält.

Das querstehende Auto erreicht einen Winkel der größer als der Kurvenwinkel selbst ist und durch Zusammenspiel von Gas, Bremse und Lenkung gehalten oder ausgebaut wird. Das liest sich jetzt vielleicht alles etwas kompliziert und trocken, geschieht auf der Strecke jedoch in Bruchteilen einer Sekunde.

Eine schwierigere Sache ist es, ein Auto zum Driften zu empfehlen, da es schlichtweg das beste Auto zum Driften nicht gibt. Es hängt von den eigenen Präferenzen und dem Fahrstil ab, für welches Arbeitsgerät man sich entscheidet. Manche mögen lieber eine bestimmte Zylinder-Anzahl, Saugmotoren oder Turbos, bestimmte Marken und so weiter. Das muss jeder für sich selbst entscheiden und testen, was einem besser liegt und womit man am meisten Spaß hat. Alle Autos haben ihre Vor- und Nachteile. Die einen erreichen leichter höhere Winkel, manche sind etwas zickiger als andere oder haben zu wenig Leistung in unteren Drehzahlbereichen.

Das perfekte Driftauto ist also schwer zu finden, da es wirklich auf den Fahrer ankommt, für den sich das Auto wie ein Turnschuh anfühlen muss. Es nützt nichts, wenn das Auto zwar mit einem tollen Bodykit viel Style verkörpert, aber sich nicht  besonders fahren lässt. Man kann jedoch beim Kauf in Forza Motorsport auf Dinge die einen Drift wie die Gewichtsverteilung begünstigen achten. Eine Gewichtsverteilung um die 50 % ist nicht nur für Rennwagen optimal. Zudem ist eine konstante Leistungs- bzw. Drehmomentkurve auch ein gutes Zeichen für eine ruhige Leistungsentfaltung auf der Strecke. Am besten man probiert einfach mal unterschiedliche Autos im “Freien Modus” aus und entscheidet sich dann zum Kauf. Man sollte sich dann wirklich nicht auf bereits bekannte Modelle beschränken, sondern auch mal gänzlich andere Marken und Konzepte testen.

Viel Leistung benötigt man zum Driften nicht, jedoch muss man den Nachteil, der durch das Fehlen von Leistung und Drehmoment entsteht, mit Fahrtechniken wettmachen. Das heißt aber nicht, dass mehr Leistung immer besser ist. Mit zu viel Leistung kann man zwar mit Leichtigkeit lange Kurven mit einer geringen Eingangsgeschwindigkeit driften, doch geht einem dabei einiges an effizienter Leistung verloren und man neigt dazu, die Drifttechniken nicht mehr ordentlich auszuführen und kommt in engen Kurven u.U. sogar schlechter weg. Wenn man sich seiner Sache sicher ist, dann können es natürlich auch 700 PS und mehr sein. Mehr Fahrspaß und angenehmer zu fahren liefert ein Auto mit einem ausgewogenen Konzept. Richtig angestellt, kann man auch mit 300-400 PS, sich mit den Autos die deutlich mehr Leistung besitzen anlegen.

Besondere Modifikation werden zum Driften nicht unbedingt benötigt. Viele Autos bieten bereits von Haus aus die Grundlage die zum Driften notwendig ist und erfordern keine Umbauten. Ein Differential an dem man Hand anlegen kann hilft jedoch dabei, dass auf beiden Seiten die angetriebenen Räder mit ausreichend Kraft versorgt werden und gesperrt werden kann. Daher sollte es mindestens ein Sportdifferential sein, dass eine Sperrung von üblichen 60 – 80 % zulässt, aber auch bei Bedarf für eine starre Achse sorgt. Andere Modifikationen, wie Bremsen, Fahrwerk etc. verbessern zusätzlich das Fahrverhalten, sind aber nicht zwingend notwendig.  Es kommt immer darauf an, für welche Basis man sich entscheidet. Mit einem BMW M3 E92 z.B. hat man in Forza Motorsport schon eine fertige Driftmaschine, die schöne schwarze Streifen auf dem Asphalt hinterlässt, während andere, speziell schwächere Fahrzeuge, erst noch vorbereitet werden müssen. Forza Motorsport bietet dabei viel Freiraum für Experimente.

Was letztendlich einen guten Drift ausmacht interpretiert jeder anders. Manche legen Wert auf eine hohe Kurvengeschwindigkeit, anderen ist der Winkel wichtiger und manche empfinden die richtige Linie als ausschlaggebend, aber letztendlich ist es eine Mischung aus diesen Kriterien. Selbst Profis bewerten Drifts sehr unterschiedlich, aber schlussendlich zählt das eigene Empfinden, wenn man nicht gerade bei einem Event dabei ist. Ein Hinweis auf einen guten Drift ist, wenn sich auch beim Ansehen seiner Forza Motorsport Aufzeichnung ein Dauergrinsen einstellt.

In einem weiteren Kapitel der Driftbibel werden wir uns die Fahrtechniken näher anschauen. Bis dahin bleibt quer.

Motorsport ist gefährlich und auch beim Driften kann man sich und andere schnell in Gefahr bringen. Laut  §2 und §3 der StVO ergeben sich beim Driften im öffentlichen Straßenverkehr Strafen nach §2-4 des Bußgeldkatalogs, WENN dabei nichts schlimmeres passiert.

§1 StVO Absatz 2: Jeder Verkehrsteilnehmer hat sich so zu verhalten, daß kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.

§2 StVO Absatz 2: Es ist möglichst weit rechts zu fahren, nicht nur bei Gegenverkehr, beim Überholtwerden, an Kuppen, in Kurven oder bei Unübersichtlichkeit.

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Autor: C. Badorf Alle Artikel von

4 Kommentare zu "Driftbibel – Grundlagen"

  1. elKazaam 9. Dezember 2011 um 11:50 -

    Sehr schöner und infomativer Artikel, danke. Ich liebe driften und habe die Erfahrung gemacht, dass ältere, europäische und asiatische Fahrzeuge sich gut für Einsteiger eignen, z.B. Toyota AE86 Trueno oder auch der Ford Escort 1800(?) im neuem DLC.
    Ich benutze eigentlich immer das gleiche Drift-Setup und modifiziere es dann, passend zum jeweiligen Auto und Antriebstyp.
    Am liebsten sind mir die Heck-Triebler zum Driften, da geht es fast von selbst. Ein Tipp, man sollte zum Driften, in den Schwierigkeitseinstellungen, die Traktions- und Stabilitätskontrolle deaktivieren und versuchen mit Handschaltung zu fahren, wobei am Anfang auch Automatik reicht.

  2. Schrai 9. Dezember 2011 um 12:08 -

    Kann mich elKazaam nur anschließen. ENDLICH mal was zum Thema “Driften in Forza Motorsport” auf DEUTSCH. ForzaLife hätte es ruhig schon viel früher geben dürfen. :D

  3. Chocolate 9. Dezember 2011 um 19:16 -

    Ich mag es eigentlich garnicht quer, aber das hier scheint ein ziemlich brauchbarer Leitfaden zu werden. Man wird es euch danken. :)

  4. IX Dragon 89 XI 12. April 2012 um 09:28 -

    Ich habe eine kleine frage warum haben sie in Forza Motorsport 4 den Silvia S15 topsecret und die Nissan R32 und Nissan R34 Mine’sweg genommen die waren so gut

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