Fotomodus – Teil 3 Effekte und Farben

Koenigsegg CCGT

In den vorangegangenen Teilen haben wir veranschaulicht, wie man ein Bild richtig fokussiert und belichtet. Das gewisse Etwas aber erreicht man mit Effekten und der Farbgebung. Nicht selten kann man damit beeindruckende Fotos erzielen, die sich kaum mehr von der Realität unterscheiden lassen.

Durch Effekte und Farben kann man Fotos deutlich aufbessern und mehr Tiefe verleihen, sodass das Bild letztendlich interessanter erscheint. In diesem dritten und letzten Teil des Fotomodus Kurses, gehen wir näher auf diese beiden Möglichkeiten der Bildmanipulation ein.

Als Beispiel nehmen wir diese einfache Aufnahme des Koenigsegg CCGT direkt aus der Fahrt mit Standardeinstellungen. Obwohl dieses Foto nicht wirklich besonders ist, ist das Auge des Betrachters mit zu vielen Details beschäftigt und wandert unruhig über das Bild ohne dabei wirklich etwas zu entdecken. Ein erster Schritt wäre, etwas Dramatik zu schaffen und mit der “Verschlusszeit” etwas Bewegung in das Bild zu bringen.

Man wird jedoch sehr schnell feststellen, dass nur der Vordergrund verschwimmt und ein ganz normaler Effekt aus der Fotografie ist. Je näher sich ein Objekt zur Kamera befindet, desto verschwommener erscheint die Bewegung, während die Berge, die in der Ferne liegen weiterhin scharf erscheinen. Das erklärt sich dadurch, dass Objekte, je weiter sie von der Kamera entfernt sind, sich relativ zur Entfernung zur Kamera weniger bewegen. Das hat natürlich seine Vor- und Nachteile.

Deshalb sollte man mittels dem Fokus und der Blende wie im ersten Teil besprochen, die Schärfentiefe etwas verringern, um das Auto vom Hintergrund zu trennen, bevor man mit der Verschlusszeit einen Bewegungseffekt setzt. Wir gehen nun noch einen Schritt weiter und geben dem Bild einen natürlicheren Farbton, indem wir etwas Farbe rausnehmen und die Szene weniger wie aus einem Computerspiel aussehen lassen. Unterstützend wirkt sich dabei der Wert “Sepia” aus, der einen warmen Braunton hinzumischt und bei einem überhöhten Wert, dass Foto veraltet wirken lässt. Vorsichtig dosieren, es sei denn man möchte das Foto absichtlich aussehen lassen, als wäre es in einem vergangenen Jahrhundert aufgenommen.


Verschlusszeit: 45 Fokus: 40 Blende: 45 Belichtung: 65, Kontrast: 70, Farbe: 40, Helligkeit: 30 Sepia: 43

Verglichen mit dem ersten Foto, bietet sich dem Betrachter ein komplett anderes Bild und eines, dass sich unserer Meinung nach mit anderen zu teilen lohnt. Ob man nun mit dem Wert “Sepia” lieber einen antiken Look schaffen, oder nur die Farben etwas dämpfen möchte, ist jedem selbst überlassen. Abhängig von den Lichtverhältnissen, kommt man auch hier nicht umher, mit den einzelnen Werten zu experementieren. Mit der Vignette kann man dem Bild letztendlich noch einen Rahmen verpassen und sorgsam angewendet, den Fokus noch weiter verstärken.

Ehrlich gesagt, ist die Nutzung von Bewegungs- und Farbeffekten völlig subjektiv und es gibt keine richtige oder falsche Art und Weise, sie zu benutzen. Aber gezielt eingesetzt, verbessern sie das Bild erheblich und lassen das Foto von ganz allein die Botschaft überbringen.

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4 Kommentare zu "Fotomodus – Teil 3 Effekte und Farben"

  1. Siegfried Ander 11. Januar 2012 um 19:24 -

    Die Verschlusszeit und Sepia verwende ich auch sehr gerne. Mit ersterem Wert kann man dem Bild, gerade in Rennszenen, wesentlich mehr Dynamik verleihen und mit Sepia sieht es mMn einfach realistischer aus, gerade bei Fahrzeugen, die schon etwas älter sind.

  2. xXChecker94Xx 14. Januar 2012 um 16:17 -

    Ich muss sagen, dass es wirklich eine sehr schöne Erklärung des Fotomodus ist.
    Allerdings hätte ich eine Frage und hoffe, dass mir ein Admin darauf antworten wird. Im Artikel ‘Galerie enthält keine Bilder’ ist als Titelbild der Pagani zu sehen. Ich hoffe dass das richtig ist, denn der Effekt wirkt auf mich wie Tilt & Shift. Da ich dieses Modellbahnmäßige liebe wollte ich fragen, welche Einstellungen man dafür machen muss.
    MfG Checker.

    • A. Martin 14. Januar 2012 um 16:51 -

      Ist vom Motiv abhängig, da du zusehen musst, dass alles eine gewisse Unschärfe erhält, bis auf das Auto. Dadurch entsteht, dann dieser Miniatur-Effekt.

  3. xXChecker94Xx 14. Januar 2012 um 16:54 -

    Oke, danke.
    Dann werde ich also mal ein wenig mit Fokus und Blende, sowie den neuen Tricks die ich von hier gelernt habe (^^) arbeiten.

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