Fotomodus – Teil 2 Belichtung und Kontrast

Audi R8

Ein gutes Foto lebt nicht nur vom Motiv oder der dargestellten Situation, sondern es hängt auch sehr davon ab, wie es in Szene gestellt wird. Der Fotomodus in Forza Motorsport 4 bietet dazu grundlegende Funktionen aus der Fotografie an, die verstanden werden wollen, will man ein aussagekräftiges Bild entwickeln.

Im ersten Teil haben wir uns deshalb eingehend mit der Blende und dem Fokus beschäftigt und richten unser Augenmerk nun auf die Belichtung und den Kontrast. Licht ist Freund und Feind zugleich und es gilt zu entscheiden, wann man mehr und wann weniger davon benötigt. Wichtig ist zuerst, dass man sein Ausgabegerät richtig eingestellt hat. Die meisten heutigen Bildschirme strotzen mit Funktionen, wie das dynamische Kontrastverhältnis, die das Bild, aber nicht unbedingt die Bildqualität verbessern und Filter die für knackige Farben sorgen, Schatten aber in tiefes schwarz tauchen. Tatsächlich wird aber nur das Auge mit hohen Kontrastwerten getäuscht und lassen dabei Details verschwinden. Das Beste was man tun kann ist, sein TV oder Monitor auf normale Werte zu setzen und dann selbst Kontrast, Farbe etc. korrekt einzustellen. Hat man das getan, passt man anschliessend die Video-Einstellungen in Forza Motorsport 4 an. Zwar ist es lediglich eine Anpassung der Helligkeit, aber sie ist enorm hilfreich und sollte bei einem normalen Betrachtungsabstand mittels des Schiebereglers so eingestellt werden, bis man kaum noch die Eins sehen kann.


Belichtung: 50, Kontrast: 50, Farbe: 50, Helligkeit: 50

Man muss bei dem Foto oben nicht genau hinschauen um festzustellen, dass es zu dunkel geraten ist und viele Details einfach verschluckt werden. Bilder  in denen kaum Details erkennbar sind, schenkt man weniger Aufmerksamkeit und das obwohl dieses Foto bei strahlendem Sonnenschein geschossen wurde. In der Fotografie ist man stehts um indirektes Licht bemüht und so erklärt sich dieses Foto durch den Umstand, dass wir uns eine schattige Location gesucht haben.

Mit diesem Wissen um gute Belichtung und Kontrast lässt sich einiges aus diesem Shot rausholen und das obwohl wir an den Schiebereglern nur marginal etwas ändern. Wie man den Fokus richtig legt, haben wir bereits im ersten Teil besprochen und haben ihn bei diesem Motiv auf die Reflexionen in der Heckscheibe gelegt.  Durch schrittweise Erhöhung der Belichtung erzielen wir eine hellere Umgebung, ohne die Reflexionen strahlen zu lassen.  Anschliessend heben wir die Helligkeit soweit an, dass alle Details sichtbar sind. Das Bild kann dabei anfangen etwas milchig zu werden, da auch helle Bereiche in ihrer Helligkeit erhöht werden. Das ist nicht weiter schlimm, denn dem kann man danach mit der Erhöhung des Kontastes entgegenwirken. Wichtig ist, dass keine Details verloren gehen. Abschliessend erhöht man also den Kontrast soweit, bis die Details drohen im Schatten zu verschwinden und man den optimalen Punkt getroffen hat. Fertig!


Belichtung: 68, Kontrast: 75, Farbe: 40, Helligkeit: 67

Es gibt natürlich Ausnahmen, z.B. wenn man ein Auto im Schatten fotografiert und absichtlich Details soweit verschwinden lässt, dass das Foto etwas geheimnisvolles bekommt und dafür bewusst dunkle Locations wie Tunnel, Brücken und Hallen aufsucht. Letztendlich kommt man nicht darum mit den einzelnen Werten etwas zu experementieren, aber Unter- oder Überbelichtungen sollte man vermeiden und mehr Wert auf die Details und den Schatten legen. Es sei denn man heisst Andy Warhol und das Foto soll strahlen wie eine Neonröhre.

Bei dem Audi in unserem Beispiel haben wir übringes ganz  subjektiv noch etwas am Farbwert verändert um die Kühle der Farbe weiß gleichzeitig noch weiter  hervorzuheben und dem Foto damit den letzten Schliff zu geben. Aber darauf gehen  wir in unserem dritten und letzten Teil Effekte und Farben noch etwas ausführlicher ein.

 

Wer seinen TV oder Monitor perfekt einstellen möchte, sollte sich ein Testbild zur Hilfe nehmen. Die findet man über Google teils frei und auch kostenpflichtig. Zu beachten gilt, dass sie in der nativen Auflösung eures Geräts und nicht im JPEG Format vorliegen. JPEG ist ein Kompressionsverfahren für Bilder und es kann durch Artefakte die korrekte Einstellung beeinträchtigen. Besser sind Testbilder im unkomprimierten Zustand wie BMP. 

TEILE DIESEN ARTIKEL

  • Facebook
  • Twitter
Autor: A. Martin Alle Artikel von

Hinterlasse eine Antwort

Du musst angemeldet sein um antworten zu können.